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Durch die Erarbeitung exakter Vorgehensweisen und der intensiven Ausbildung sowie Fortbildungen ist die moderne Nasennebenhöhlenchirurgie begründet worden.
Sie nutzt mit der Unterstützung der optischen Hilfsmittel die natürlichen Zugangswege zu den Nasennebenhöhlen und deren angrenzenden Strukturen wie Tränenwege, Augen, Sehnerven, vordere Schädelbasis. Das Verfahren hat sich hierbei als weniger Gewebe traumatisierend erwiesen. Zudem weist diese Form der Operation als häufige Anwendung eine geringe Komplikationsrate auf.
Anwendung findet diese Technik vor allem bei anhaltenden Belüftungsstörungen der Nasennebenhöhlen, die meist mit einer Blockade des entsprechenden Nasennebenhöhlensystems und damit zu Sekretabflussstörungen und nachfolgender Infektion führen. Hieraus entwickeln sich die chronischen Nasennebenhöhlenerkrankungen, die ursächlich auf Nasenpolypenbildungen, entzündliche Schleimhautverdickungen oder auf Sekretverhalte in einer Nasennebenhöhle mit Zerstörung der angrenzenden knöchernen Begrenzung (Mukozelen , Pyozelenbildung) zurückzuführen sind.
Die Beseitigung von Abzeßbildungen der Augenhöhle verursacht durch Nasennebenhöhlenentzündungen stellt ebenfalls eine Indikation zur minimal invasiven endoskopischen Operation dar. Auch Hirnhautfisteln mit Defektbildungen der Schädelbasis können so sicher verschlossen werden. Die Technik bietet sich zudem für die Entfernung von gutartigen Nasentumoren als auch im kleineren Umfang für die Resektion bösartiger Neubildungen an.
Wissenswertes
Der Eingriff wird in Allgemeinnarkose durchgeführt. Der stationäre Aufenthalt beträgt meist 4 bis 5 Tage.
Postoperativ wird für 2 Tage eine Schaumstofftamponade eingesetzt, um das Risiko einer Nachblutung zu vermeiden. Anschließend ist eine gründliche Reinigung der Nase für 1 bis 2 Wochen erforderlich. Die Nasensalbe sollte für 2 bis 3 Wochen verwendet werden. Zusätzlich kann durch eine Nasendusche die Wundreinigung und damit Abheilung der Schleimhaut unterstützt werden. Die Schleimhautsekretion und Krustenbildung kann unter Umständen bis zu 6 Wochen andauern. Zur Verflüssigung des Nasensekrets und der Verbesserung des Schleimhauttransportes können schleimlösende Medikamente sinnvoll sein. Bei Polypenbildungen empfiehlt sich die zusätzliche Gabe eines Cortisonsprays für einige Wochen.
Auch Tränenwegsabflussstörungen können durch die Nasenöffnungen beseitigt werden. Hierbei wird von innen nach der Abtragung der knöchernen seitlichen Wand der Tränensack eröffnet und ein direkter Abfluss zur Nasenhöhle angelegt. Die Ursachen sind hierbei überwiegend in der Tränewegsabflussstörung des Tränensackes zu sehen, die mit einem verstärkten Tränenfluss und Tränenwegsentzündung einhergeht. Die Störung des natürlichen Tränenwegabflusses in die Nasenhöhle kann durch Nasennebenhöhlenentzündungen, durch Steinbildungen im Tränensack, Verletzungen oder Tumoren verursacht sein.
Durch diese Vorgehensweise entstehen postoperativ keine Schwellungen. Eine Schnittführung oder Narbenbildung entsteht außen nicht.
In manchen Fällen ist es notwendig für 1 Jahr einen Silikonfaden als Führungsschiene und Platzhalter über die Tränenwegspünktchen einzusetzen. Der Faden wird postoperativ problemlos toleriert und kann ohne erneute Operation ambulant entfernt werden
Indikationen:
- Chronische Nasennebenhöhlenerkrankungen (Polypenbildungen, Schleimhaut- verdickungen, Mukozelen, Pyozelen)
- Tränenwegsabflussstörungen
- Augenerkrankungen (Abszessbildung)
- Hirnhautfisteln der vorderen Schädelbasis
- Tumorerkrankungen gutartiger und bösartiger Natur
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